Stell dir eine Sekte vor.
Dir wir eine Nummer zugewiesen. Dir wird erzählt, wie die Regeln gelten. Man sagt dir, welche Autoritäten du anerkennen musst. Der Kult fordert dein Leben lang seinen Tribut von dir. Der Tribut nennt sich Beitrag. Auch Steuer genannt. Es wird Solidarität gefordert - und Pflicht.
Und wenn du irgendwann erwachsen wirst und sagst:
„Ich möchte da nicht mitmachen.“
Dann heisst es:
“Das geht nicht. Du kannst nicht austreten. Du kannst nicht kündigen. Du kannst nicht einfach aufhören zu zahlen.”
Du kannst nicht sagen:
„Ich nutze eure Dienste nicht, ich organisiere mein Leben anders oder geschweige denn selbst.“
Nein. Du bist drin. Ob du willst oder nicht.
Und genau das ist der Staat. Eine Zwangsmitgliedschaft, die sich als Gemeinschaft verkleidet.
Dabei wäre die moralische Lösung unfassbar einfach.
Macht es freiwillig.
Wer den Staat gut findet, darf ihn finanzieren. Wer staatliche Schulen will, darf sie bezahlen. Wer staatliche Medien will, darf sie abonnieren. Wer staatliche Renten, Versicherungen, Behörden, Ministerien und politische Vormünder will, darf gerne Mitglied bleiben.
Aber wer nicht will, muss gehen können.
Ohne Strafe.
Ohne Enteignung.
Ohne Verfolgung.
Ohne Drohung.
Denn freiwillig bedeutet
Man darf ohne Konsequenz „Nein“ sagen. Alles andere ist Zwang.
Eine Religion, aus der man nicht austreten darf, ist keine Überzeugung.
Ein Vertrag, den man nie unterschrieben hat und nicht kündigen kann, ist kein Vertrag.
Eine Gemeinschaft, die dich mit Gewalt festhält, ist keine Gemeinschaft.
Und ein System, das dich besteuert, reguliert, überwacht und bestraft, obwohl du nie zugestimmt hast, ist kein Dienstleister.
Es ist Herrschaft.
Der Staat wäre sofort moralischer, wenn er nur eines erlauben würde: freiwilligen Austritt.
Aber genau das kann er nicht. Denn dann würde sichtbar werden, wie viele Menschen diesen Apparat nicht aus Überzeugung tragen, sondern weil sie gezwungen sind.
Hält man einmal inne und denkt über das System Staat nach, hält diese Gedanken dazu bereit und zieht Vergleiche, dann können Erkenntnisse aufkommen und man betrachtet Wahlen, Abstimmungen, Behörden anders.
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